Am Zentrum Metallische Bauweisen der RWTH trifft Wirtschaft Wissenschaft

Am 6. November 2007 fand im Zentrum Metallische Bauweisen (zmb) der RWTH das fünfjährige Jubiläum statt. Im gemeinnützigen Verein Zentrum Metallische Bauweisen e.V. haben sich die Institute für Bildsame Formbegebung, für Eisenhüttenkunde, für Kraftfahrwesen, für Oberflächentechnik, für Schweißtechnik und Fügetechnik und der Lehrstuhl für Stahlbau und Leichtmetallbau zusammengeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, aus einer Hand Antworten zu Fragen der Werkstoffwahl, der Bearbeitung und der Bauteileigenschaften anzubieten. Das zmb beschäftigt sich mit Aufgaben aus dem Automobilbau - z.B. wie werden Autos sicherer gestaltet? -, dem Brückbau - wie lassen sich kostengünstig Beton und Stahl kombinieren? -, dem Hausbau - wie verhält sich eine Konstruktion im Brandfall? - und verbindet somit unmittelbar wissenschaftliche Forschung mit praktischer Nutzung.

Nach erfolgreicher interdisziplinärer Zusammenarbeit konnte vor 5 Jahren ein eigenes Gebäude eingeweiht werden, das viele moderne und vor allem innovative Baukonzepte in sich vereinigt. So stellen die Büro- und Seminarräume eine innovative Glas-Stahl-Konstruktion dar, während die Dach- und Wandkonstruktion aus sichtbaren Trägern und Profilblechen besteht. Die angeschlossene Versuchshalle bietet Raum für Labor- und Werkstattflächen sowie verschiedene Fertigungs- und Prüfeinrichtungen zur Herstellung und Prüfung von Bauteilen. Ein Kernbereich ist die 22 x 3 m große Spannplatte aus Stahl, mit der große Bauteile- z.B. Eisenbahnwaggons oder Brückenelemente - im Experiment realitätsnah geprüft werden können.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden nach der Begrüßung aller Anwesenden durch den Beiratsvorsitzenden Dr.-Ing. R. Weber, den zmb-Vorstandsvorsitzender Prof. Bleck und einem Grußwort des Rektors der RWTH Aachen verschieden Vorträge zu aktuellen Forschungsthemen gehalten.

Das dematerialisierte Bauen mit Stahl und Glas (650 KB)
Dipl.-Ing. K. Langosch, Lehrstuhl für Stahlbau

Sicher und leicht - Lösungen für den Automobilbau (4,7 MB)
Prof. Dr.-Ing. H. Wallentowitz, Institut für Kraftfahrwesen

Wir fügen alles - Ergebnisse aus der Fügetechnik (2,32 MB)
Prof. Dr.-Ing. U. Reisgen, Institut für Schweißtechnik

Beschichtungen im Querschnitt (2,49 MB)
Prof. Dr.-Ing. K. Bobzin, Institut für Oberflächentechnik

Innovative Umformtechnik - Projektbeispiele und Möglichkeiten (1 MB)
Prof. Dr.-Ing. G. Hirt, Institut für Bildsame Formgebung

Das neue Design von Stählen - werkstofftechnische Forschung in Aachen (863 KB)
Dr.-Ing. S. Münstermann, Institut für Eisenhüttenkunde

Zudem bestand die Möglichkeit sich über neue Werkstoffe, innovative Fertigungsverfahren sowie Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen einer Ausstellung zum Stahl-Innovations-Preis in den Räumlichkeiten des zmb zu informieren.

In der Pause der Vortagsveranstaltung fand die Jubiläumssitzung des Bairates statt, im Rahmen deren der neue Beiratsvorsitzender und sein Stellvertreter gewählt wurden. Für einen Zeitraum von drei Jahren wurden Dr. U. Jaroni von ThyssenKrupp Steel AG als Beiratsvorsitzender und Herr M. Nettekoven, Kanzler der RWTH Aachen, als Stellvertreter des Beiratsvorsitzenden gewählt.

aktualisiert am 10.04.2008 || Druckversion